Jaki Liebezeit :: Beruf(ung) Trommler


Biografie

Ursprünglich Jazz- und Freejazz-Musiker, gründete er 1969 mit Holger Czukay, Irmin Schmidt und Michael Karoli die Band CAN, eine der wenigen deutschen Rockbands mit internationalem Renomee und Einfluß. Jaki Liebezeits rhythmische Auffassung hat sich im Laufe von Jahrzehnten als wegweisend erwiesen: "Du mußt monoton spielen, also immer wieder das gleiche, den gleichen rhythmischen Zyklus wiederholen, wiederholen, wiederholen. Dann entsteht Groove." Oder wie es Kollege Holger Czukay formuliert: "Jaki spielt wie eine Maschine. Bloß besser."

Jaki Liebezeit

Nach der Auflösung von CAN spielte Jaki Liebezeit live und im Studio mit diversen Künstlern (u.a. Brian Eno, Jah Wobble, Bill Laswell, Depeche Mode) später auch mit dem Elektroniker Bernd "Burnt" Friedmann; in Köln gründete er die "Phantomband" und die "Drums off Chaos". Helmut Zerlett ("Dunkelziffer", "Unkwown Cases") über den Einfluss Liebezeits: "Das Wichtigste, das CAN und Jaki Liebezeit uns beigebracht haben, war, dass man unabhängig von vorgegebenen Sachen komponieren kann, dass man von sich aus kreativ arbeiten kann."

Jaki Liebezeit: "Ich habe nur bestimmte Rhythmen gespielt und nie einen Rock- oder Jazz-Rhythmus. Ich weiß bis heute nicht, wie das geht. Stattdessen habe ich immer in Zyklen gespielt. Einen bestimmten Rhythmus, den ich bis zum Ende mit leichten Variationen und Unterbrechungen durchhalte. Für jedes CAN-Stück habe ich einen anderen Rhythmus gefunden. Aber der wird von vorn bis hinten beibehalten, wie auch das Harmoniegefüge. Das ist wohl der wesentliche Unterschied zu allen anderen Trommlern der damaligen Zeit. Die Leute meinen meißt, sie müssten ihren Rhythmus ständig variieren. Ich habe mir einmal einen Rhythmus vorgegeben und dann beibehalten."

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